Andros

Grüne und ruhige Kykladeninsel
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Tipps und Reiseinfos für einen Andros Urlaub

Andros – die Insel der Seefahrer und der reichen Reeder

Andros ist die nördlichste und die zweitgrößte der Kykladeninseln – aber dennoch selten besucht von ausländischen Reisenden. Dabei bietet sie ein zwar kleines, aber dafür sehr exklusives touristisches Angebot. Und Andros  ist ausgesprochen Grün und üppig für kykladische Verhältnisse, denn die Insel verfügt über reichlich Wasser und  hat die vielfältigste Vegetation der Kykladen. Wunderhübsche Zypressen- und Gartenlandschaften mit Zitrusbäumen prägen das Bild von Andros  – genauso wie  schroffe, steile Bergrücken, die sich bis zu 1000m Höhe über dem Meer erheben. 

Auf dem so kontrastreichen Eiland Andros, das einst das reichste der Ägäis war, leben heute nur noch circa 10.000 Menschen (in den 1950ern waren es noch fast 20.000). Darunter noch immer einige sehr wohlhabende Reederfamilien – denn die Insel spielt seit dem 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle in der griechischen Schifffahrt. Die Lage Andros zwischen griechischem Festland und Kleinasien begünstigte diese Entwicklung zum Standort einer großen Handelsflott und  einer eigenen Werft. Vom Hafen Raffina aus dauert die Anreise mit der Fähre nur knapp zwei Stunden bis zum Hafen Gavrio von Andros, einem hübschen kleinen Ort im Westen der Insel – aber nicht dem wichtigsten auf Andros.
Auf einem Felssockel im Osten liegt die Hauptstadt von Andros  "I Chora" – "die Stadt", wie die Einheimischen sie  nennen. Dort reihen sich malerische Treppengassen mit  venzianischen Turmhäusern und pastellfarben-verputzten, neoklassizistischen Patriziervillen aneinander. Die meisten  im Besitz der griechischen "Reederei-Aristokratie", die sie teilweise nur noch als Zweit- oder Drittdomizile nutzen. Einige dieser Häuser werden mittlerweile auch an Besucher vermietet. Während man auf den anderen Kykladeninseln oft alte, verfallene Bausubstanz findet, ist in Andros Stadtjede Ecke fein herausgeputzt, besonders die Chora besticht Besucher mit seiner  gediegenen Atmosphäre. Ein Ort übrigens, der seit vielen Jahrzehnten hauptsächlich in der Hand der Frauen  ist, weil die Männer von Andros auf Schiffen, oft als Kapitäne, die meiste Zeit des Jahres unterwegs sind. Manchmal für Monate am Stück – oder sogar Jahre.

Überall stößt man auf der Insel auf die schillernden Namen berühmter andriotischer Reederfamilien, die übrigens noch heute den größten Anteil der griechischen Handelsmarine stellen, und die Schilder aufstellen lassen, wo sie der Insel einen Brunnen, eine Statue oder einen Platz gestiftet haben. Wie etwa die  Empeirikos oder das Ehepaar Goulandris, das der Insel eines der exquisitesten Museen für moderne Kunst schenkte – mit so hochrangigen Werken wie von Francis Bacon, Pablo Picasso oder Henry Moore. Die Goulandris fühlten sich ihrer Heimatinsel Andros  immer sehr verbunden. Auch als sie ihren ersten Wohnsitz längst im schweizerischen Gstaad hatten und ihre schicken Immobilien auf Andros nur noch zweitweise bewohnten, wie die meisten der Reeder übrigens heute.
Die aber dennoch einiges springen lassen, um die Chora, ihren "Heimathafen" immer fein herausgeputzt zu wissen. Teilweise auch mit fast aberwitzigen Investitionen... Der Reeder Spyros Polemi etwa ließ sich einen privaten Fahrstuhl von der Mole in den Fels bauen, um unbemerkt vom Boot zu seinem Anwesen in der Chora zu gelangen. 

Abgesehen von dem renommierten Museum ist die Insel Andros auch sonst in Künstlerkreisen sehr beliebt, einige zeitgenössiche Maler und Bildhauer leben hier oder unterhalten Ateliers, die sie zumindest einen Teil des Jahres nutzen.

Doch trotz dieses kosmopolitischen Klientels und dem feinen Ambiente sind die Insel Andros und vor allem ihre schöne Hauptstadt  Chora sehr griechisch geblieben. Die Schilder im Ort und vor Sehenswürdigkeiten sind oft ausschließlich auf Griechisch geschrieben. Obwohl man hier gerne unter sich bleibt – so ganz hat man sich auf Andros dem internationalen Tourismus doch nicht verschließen können und wollen. Der schöne Ort Batsi an der Westküste bietet die größte Zahl an Unterkünften und Ferien-Ressorts der Insel und ist das mit Abstand touristischste Ziel auf Andros. 


Die schönsten Strände der Insel sind etwas abgelegen im Nordosten zu finden und größtenteils nur mit dem eigene Auto zu erreichen. Aber der Weg zum Levka, Vitali oder Zorkos Strand lohnt sich. Oft hat man sie nach der Fahrt über Schotterpisten ganz für sich alleine. Und man kann von den Buchten aus sogar Delphine im Meer vor Andros schwimmen sehen.

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